Radiologische Behandlung

Fokussierter Ultraschall

Myomembolisation

Weltweit wurden bislang über 100.000 Myomembolisationen vornehmlich in den USA und in Frankreich durchgeführt.

Direkt unter der Gebärmutterschleimhaut liegende, sogenannte submuköse Myome, die Hauptverursacher von Blutungsstörungen sind, sind durch diese Methode nicht behandelbar. Für die in der Gebärmutterwand liegenden, sogenannten intramurale Myome, die sich in die Gebärmutterhöhle vorwölben und Blutungen hervorrufen, ist dieses Verfahren geeignet.

Bei der Myomembolisation werden Kunststoffpartikel in die zuführenden Blutgefäße (Arterien) der Gebärmutter gespritzt und die Durchblutung des gesamten Organs, inklusive der Myome, vermindert. Hierdurch wird eine Schrumpfung des Gewebes erreicht, die auch eine Schrumpfung des Myoms hervorruft. Während sich das Gewebe der Gebärmutter von der Unterversorgung sehr schnell wieder erholt, bleibt das Myom langfristig unterversorgt und wächst nicht mehr.
In die Arterien gelangen die ÄrztInnen mit einem sehr feinen Katheter, der durch die große Beinarterie eingeführt wird.

Die Embolisation kommt für  Patientinnen mit großen Myomen infrage, die operativ schwer zu entfernen sind oder wenn bei einem herkömmlichen Eingriff mit größeren Komplikationen zu rechnen wäre. Diese Methode wird bei Frauen mit Kinderwunsch nicht empfohlen. Die Embolisation wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

 

Fokussierter Ultraschall

Die Myom-Behandlung mit fokussiertem Ultraschall ist nicht bei allen Myompatientinnen geeignet, etwa bei 25 Prozent der Patientinnen ist sie erfolgreich. Deshalb ist eine Vorauswahl äußerst wichtig, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Nicht geeignet ist die Methode bei folgenden Indikationen:

  • bei zu starker Durchblutung: Hell/Siganlbereich im T2w MRT-Bild im Vergleich zu Endometrium
  • bei einer Größe des Myoms über 10 cm
  • bei gestielten Myomen (Myome, die komplett außerhalb der Gebärmutter liegen und nur durch einen dünnen Stil mit der Gebärmutterwand verbunden sind)
  • wenn der Schallweg unzugänglich ist (z. B. durch nicht entfernbaren Darm, Lage zu tief im Becken etc.
  • größere Nekroseareale
  • subkutanes Fettgewebe im Bauchbereich
     

Sehr gut geeignet ist ist die Methode

  • bei Myomen bis zu etwa 10 cm Durchmesser
  • bei einer Lage innerhalb der Gebärmutterwand oder
  • in die Gebärmutterschleimhaut oder -höhle einwachsend

Um herauszufinden, ob die Methode geeignet ist, wird zunächst eine MRT-Untersuchung des Beckens gemacht. Hierfür werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.
Mit dem Ergebnis der Untersuchung zusammen mit einer Anamnese kann festgestellt werden, ob der fokussierte Ultraschall geeignet ist oder ob es andere Alternativen für die jeweilige Patientin gibt, damit die Gebärmutter erhalten bleibt. Zum Teil gibt es, beispielsweise im FUS-Center am Klinikum Dachau, für die gesamte Behandlung Versorgungsverträge mit einigen Krankenkassen. Die ist ebenfalls im FUS-Zentrum am Marienhospital Bottrop möglich, da dort eine Kooperation mit der TK und weitere IV Verträge mit den meisten Betriebskrankenkassen und der DEBEKA gibt.

Wichtig!: Bei dieser Behandlung muss der Kinderwunsch nicht abgeschlossen sein. Durch den Eingriff entstehen keine Narben an der Gebärmutter und es gibt keinen nachweisbaren negativen Einfluss auf die Fertilität.