Menorrhagie und Myome - Beratung und Infos für Frauen

Initiative „Rettet die Gebärmutter“ informiert über Therapien und Adressen
 

Marburg, 05.07.2015. Die 2011 gegründete Initiative „Rettet die Gebärmutter“ bietet neben umfangreichen Informationen nun auch ein Beratungstelefon an. Täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr können Frauen, die unter lang anhaltenden Blutungen oder Myomen leiden, sich nun auch telefonisch informieren. „Schon lange schreiben uns betroffene Frauen und haben dann oft auch um ein Gespräch gebeten. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, ein Beratungstelefon anzubieten“, erklärt Andrea Hartmann von der Initiative.

Die Hintergründe, häufig eine Leidensgeschichte über mehrere Jahre hinweg, seien einfach leichter am Telefon zu erklären, so berichtet sie weiter. „Wir bieten keine medizinische Beratung an, aber wir klären über die inzwischen sehr vielfältige Palette an Therapiemöglichkeiten auf. Außerdem sind  wir auch Anlaufstelle für Frauen, die eine Zweitmeinung einholen möchten. Wir verfügen über einen umfangreichen Pool aus Adressen von Ärzten, von denen wir wissen, dass sie zunächst alle modernen Behandlungsoptionen in Erwägung ziehen, bevor sie die Entfernung der Gebärmutter anraten. Das ist uns und unseren Unterstützern sehr wichtig.“

In Deutschland werden laut Robert Koch Institut jährlich 133.000 Hysterektomien (Gebärmutterentfernungen) durchgeführt – die meisten davon aber nicht aufgrund von bösartigen Erkrankungen. Zu einem großen Teil werden sie heute bei Blutungsstörungen und Myomen, für deren Behandlung es inzwischen sehr viele andere Therapien gibt, angewandt. Hier steht Deutschland weit zurück hinter anderen europäischen Ländern, wo medikamentöse und minimal-invasive Behandlungen vor der Entfernung des Organs stehen.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Alternativen zur Entfernung der Gebärmutter aufzuklären und betroffenen Frauen mit Rat und Informationen zur Seite zu stehen. „Die Gebärmutter hat eine besondere Bedeutung für Frauen und sollte nur dann entfernt werden, wenn es wirklich notwendig ist und nicht, weil die Frau in einem bestimmten Alter ist oder die Beteiligten an einer Hysterektomie mehr verdienen als an organerhaltenden Therapien.“, so die Initiative. „Zudem gibt es eine Reihe von möglichen Folgebeschwerden, wie Blasensenkung, Inkontinenz, Depressionen, um nur einige Beispiele zu nennen.“

Neben den Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten bei Menorrhagie und /oder Myomen bietet die Webseite der Initiative ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfragen und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte, Endometriumablation und Endometriumablation unter Lokalanästhesie. Zu letzterem Thema führte die Initiative auch Interviews mit zwei Patientinnen, die über ihre Erfahrungen berichten.

„Wir versuchen mit unterschiedlichen Medien einen bunten, interessanten und vor allem umfangreichen Informationspool zu schaffen, um betroffene Frauen zu unterstützen. Deshalb haben wir uns nun auch entschlossen, aktiv ein Beratungstelefon anzubieten. Manchmal ist die Situation, in der sich die Frauen befinden, zu kompliziert, besteht schon seit längerer Zeit und der Leidensdruck ist zum Teil so groß, dass sich dies alles leichter am Telefon ausdrücken lässt als in schriftlicher Form“, berichtet Hartmann.

Das Beratungstelefon der Initiative „Rettet die Gebärmutter“ ist täglich zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 06421 3048012 zu erreichen. Weitere Informationen finden interessierte Frauen auch auf der Webseite: www.retttet-die-gebaermutter.de