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Folgen der Gebärmutterentfernung müssen endlich bekannt und enttabuisiert werden

Jahrzehnte lang galt die Gebärmutterentfernung als Mittel der Wahl bei fast allen Beschwerden, egal ob sie gutartiger oder bösartiger Natur waren - die Gebärmutter wurde geopfert!

Für viele Frauen war die Entfernung diese Organs eine Befreiung. Die Organentfernung schlug zwei Fliegen mit einer Klappe, es musste nicht mehr verhütet werden und endlich war auch schluss mit lästigen Blutung. Die Freude über die neue gewonnene Freiheit war so groß, dass Folgen oft gar nicht wahrgenommen, nicht damit in Verbindung gebracht, oder gar verdrängt wurden.

Die Gebärmutter ist ein zentrales Organ im weiblichen Körper, das auch nach der Menopause noch seine Daseinsberechtigung hat.

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass nach
"Abschluss des Kinderwunsches" wir Frauen die Gebärmutter nicht mehr brauchen würden, setzt sich doch immer mehr und mehr bei Frauen der Wunsch durch, die Gebärmutter zu behalten.

Wenn Frauen wegen Blutungen oder anderer gutartiger Erkrankungen eine Hysterektomie vorgeschlagen wird, dann sollten wenigstens die Aufklärung stimmen und auch die gravierenden Folgen, die eine Gebärmutterentfernung mit sich bringen kann, erördert werden.
Ich habe mich seit meiner eigenen Operation, die nun 5 Jahre zurück liegt, sehr mit diesem Thema auseinander gesetzt.
Es gibt zwar wirklich viele Frauen, die überhaupt kein Problem mit der Entfernung der Gebärmutter haben, aber ob das so bei jeder Frau ist, ist im Vorraus vor einer Operation nicht zu sagen. Abgesehen von den verschiedene Operationsmethoden, es reagiert jeder Frauenkörper oder auch Psyche, anders. Ich habe zuviele Frauen kennengelernt die nach einer Entfernung massivste Probleme hatten, welche da wären, um nur einige aufzuzahlen:

-Beckenbodensenkung,
-Blasensenkung mit Harninkontinez,
-Gewichtszunahme,
-Hormonausfall wie in der Menopause,
-oder vorzeitige Menopause,
-Verlust des Uterinen Orgasmus,
-Verlust der kpl. Orgasmusfähigkeit,
-Rückenprobleme durch die Durchtrennung der Haltebänder,
-Verkürzte Scheide - zu eng vernäht,

Außerdem wird das Nerven -und Blutversorgungsnetz,
welches die Gebärmutter kpl. umgibt mit dem Skalpell
durchtrennt, dadurch kann es auch zu einer Nervenschädigung oder nicht gewünschten Verwachsungen kommen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Psyche der Frau.
Der Organverlust kann unterschiedlich verkraftet werden. Manchmal kommt es zu einer extremen Trauer wegen dem Verlust dieses Organes. Viele Frauen fühlen sich in ihrer Weiblichkeit gestört, usw.

Eines sollte aber sich auf jeden Fall in Zukunft ändern, dass Gynäkologen verpflichtend den Frauen eine kpl. Aufklärung vor diesem Eingriff schuldig sind.

Eine allumfassende Aufklärung auch über mögliche Folgen sollen schriftlich im Operations-Einwilligungsbogen verankert werden!
Denn nur eine allumfassend aufgeklärte Frau, kann eine Selbstbestimmte Entscheidung für eine solche Operation treffen. Darum bin ich dringenst dafür, dass die Texte in den Einwilligungsbögen so geändert werden, dass Frauen auch wenn sie nicht vom Arzt aufgeklärt werden, doch dann über alle Negativfolgen wenigstens in den Bögen schriftlich informiert werden, schließlich müssen wir für die Operation eine juristisch gültige Unterschrift leisten.

LG
mira

Kommentare

Mira spricht mir aus der Seele

Dieser Eingriff muss gut durchdacht werden.
Bei mir hat es nur Probleme gebracht !
Hätte ich einen Wunsch frei würde ich diesen Eingriff ungeschehen machen lassen wollen !
1 Jahr mache ich jetzt rum und ich habe das Gefühl es wird nicht mehr so wie früher. Körperlich u. seelisch.
Sie haben mir meine Unbeschwertheit meine Fröhlichkeit und meine ganze körperliche Vitalität genommen !
Das schlimmste ist ich kann meine Wut nicht mal richtig los werden, das ist das allerschlimmste ! Man fühlt sich eigentlich wie vergewaltigt !
Die Opfer können danach schauen wie sie wieder hochkommen und die Krankenkassen stellen sich wegen der Kostenübernahme auch noch quer !
Niemanden wünsche ich dies durchmachen zu müssen das ich
seitdem erlebt habe.
Wenn sie diese Eingriffe machen, dann sollen sie die Frauen aufklären und zwar gründlichst. Was passieren könnte !!!
Wir standen da als es losging und hatten keinen blassen Schimmer , was los ist ! Wir ranten von Arzt zu Arzt !
Danach war kein Arzt da der geholfen hat !
Wir mussten uns selber auf den Weg machen !
Gottseidank haben wir heute eine Ärztin (die wir selber bez. müssen ) , die mir geholfen hat ein bischen Ruhe reinzubringen in meinen hormonell gestressten Körper . Ich dank ihr hier nochmals von ganzem Herzen !
In Osteopathiescher Behandlung bin ich auch noch und man könnte meinen es nützt ! Danke auch dieser Frau !
Und zu dieser Osteopathin kommen noch mehr leidgeplagte Frauen die diesen Eingriff haben machen lassen!
Man merkt wahrscheinlich wie wütend und traurig ich bin .
Aber ich verstehe es nicht , dass dies so erlaubt ist .
Obwohl es noch andere Wege gibt ein Myom zu entfernen ohne gleich die Gebärmutter mit raus zu machen.
Marci

gebärmutter-nicht mehr wichtig??

Seid Jahren habe ich ein Myom in der Gebärmutter und es ist größer geworden,meine Ärztin gab mir eine Klinikeinweisung und meinte"Was wollen sie noch damit,lassen sie sich die GB rausnehmen, dann haben sie Ruhe!" Diese Aussage von einer Frau zuhören, ich war geschockt und trotzdem stellte ich mich ein paar Tage später in der Klinik vor und musste auch da erfahren, wie mit dem Thema Gebärmutterentfernung umgegangen wird.Nach den Untersuchungen wurde mir eine Menge Papierkram hingelegt zum Durchlesen und Unterschreiben.Nebenbei wurde erklärt, das man ja auch dann gleich den Gebärmutterhals und soweiter herausnehmen könnte dann würde auch schon mal das Krebsrisiko gesengt. Meine große Angst durch meineVorgeschichte, das ich insgesamt sechs Unterleibsoperationen mit vielen Narben und Verwachsungen,außerdem lange Krankenhausaufenthalte,Intensivstation, einem Nah Toderlebniss ,Kinderwunsch ausgeschlossen usw, wurde nicht berücksichtigt in meinem Wunsch nach Alternativen. Die Gebärmutter nutzlos?? Ich bin seiddem bei vier Frauenärzte/innen gewesen,aber Alternativen wurden nicht mal erwähnt.
Erschreckend..anstatt zu unterstützen wird noch mehr die Angst geschürt" wie ein Zitat von einem Arzt " Na, sie wissen ja wohl das sie mit ihrer Gesundheit spielen wenn sie die GB nicht entfernen lassen!!"
Das macht mich ohnmächtig

Du glaubst nicht wie gut ich

Du glaubst nicht wie gut ich dich verstehe!!! Ich habe nicht umsonst den Namen Helgaempört gewählt. Es ist unglaublich wie hier mit Frauen umgesprungen wird. Ich weiss leider nicht ob aus mangelnder Weiterbildung oder aus Profitgier.
Für jeden Dreck setzen sich die Politiker ein - aber über die 100.000fache Körperverletzung arroganter oder unfähiger Frauenärzte regt sich niemand auf.
Es muss Pflicht werden über Alternativen aufzuklären anstatt die Frauen zur Gebärmutterentfernung geradezu zu nötigen. Die Frauen sind bei der Diagnose seelisch überfordert und werden überrumpelt.
Wenn die GM wirklich heraus muss, dann mit der schonenden Bauchspiegelung - dann müssen die "vaginalen Schlächter" sich eben weiterbilden. Weiter gibt es zum Erhalt die Alternativen ohne Messer in Form von fokussiertem Ultraschall, Embulation, Goldnetz usw. usw.
Es wäre für alle Leser und auch für mich wichtig zu Wissen wie es dir ergangen ist. Ich selbst habe die "Entfernung des unwichtigen Organes" verweigert und werde am Montag die Embolation durchführen lassen.
Herzlichst Helgaempört

Alle Frauen müssen......

alle Frauen müssen bevor sie einen Eingriff machen lassen dieses Buch lesen:

"Pfusch an der Frau"

Diese Buch ist 1993 auf den Markt gekommen, wurde geschrieben von Dr. Eva Schindele.
Es ist dieses Jahr 20 Jahre alt geworden und hat kein einziges Wort an Aktualität verloren!! Im Gegenteil, dieses Thema ist brisanter als je zu vor.

Das Buch gibt es gebraucht für ein paar Cent.
Ich lege wirklich jeder Frau ans Herz es zu lesen bevor sie sich für einen Eingriff entscheidet.

mira

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