Was ist eine Menorrhagie?

nachdenkliche Frau

Die Menorrhagie ist eine Menstruationsstörung, bei der die Monatsblutung länger als sechs bis acht Tage dauert und/oder der Blutverlust mehr als 80 ml (normale Periode: 30 – 40 ml) innerhalb des Zyklus beträgt. Viele Frauen benötigen einen doppelten Schutz aus Tampon und Binde, den sie dennoch fast stündlich wechseln müssen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass ca. 20 % aller Frauen im Alter von 30 - 50 Jahren unter einer Menorrhagie leiden.

Wer an einer Menorrhagie leidet, ist nicht nur in den täglichen Aktivitäten beeinträchtigt. Viele Frauen betrachten die Menstruationsstörung als extreme Einschränkung ihrer Lebensqualität. Ihre sexuelle Aktivität wird eingeschränkt, ihr soziales und berufliches Leben wird stark von der Periode beeinflusst. Da der Blutverlust sehr hoch ist, kommt es zu einem Eisenmangel, zu Kreislauf-Problemen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit bis hin zur Bettlägerigkeit kommen. Nicht wenige Frauen klagen zudem über zunehmende Regelschmerzen (Dysmenorrhoen) und Kopfschmerzen. Wird die Menorrhagie nicht behandelt, kann es sogar zu Depressionen kommen.

Befragungen von Frauen haben Auswirkungen der Menorrhagie auf alle Lebensbereichen aufgezeigt:

Körperlich:

  • Müdigkeit, Übelkeit
  • Starke Krämpfe
  • Kopfschmerzen
     

Sozialkontakte:

  • Über 60 % verzichten auf soziale und sportliche Aktivitäten
  • Über 80 % vermeiden sexuelle Aktivitäten
  • 33 % konnten nicht zur Arbeit gehen
     

Emotional:

  • 77 % leiden unter Depressionen oder Verstimmungen
  • 75 % haben Angstgefühle
  • 57 % berichten von vermindertem Selbstvertrauen während ihrer Menstruation

Ursachen

Diagnose