Endometriumablation unter Lokalanästhesie

Interview mit Heike Akrat

RdG: Frau Akrat, bevor wir zu Ihrer Therapie kommen, können Sie kurz etwas zu Ihren Symptomen und Ihrer medizinischen Vorgeschichte erzählen?

H. Akrat: Ja gerne. Wie viele Frauen, hatte ich eigentlich schon seit ich 13 Jahre alt war, sehr starke Blutungen. Auch mit 47 Jahren waren die Blutungen nach wie vor so. Eigentlich noch schlimmer, so dass sie mein Leben noch mehr als früher beeinträchtigt haben. Deshalb bin ich zu meinem Gynäkologen gegangen, um mich beraten zu lassen.

RdG: Welche Therapien hat er Ihnen empfohlen?

H. Akrat: Eigentlich nur die Gebärmutterentfernung.

RdG: Haben Sie das in Erwägung gezogen?

H. Akrat: Nein. Ich wollte meine Gebärmutter nicht entfernen lassen. Deshalb bin ich zu einem anderen Arzt gegangen, um eine Zweitmeinung einzuholen. Leider habe ich da die gleiche Erfahrung gemacht. Da ich früher als Arzthelferin gearbeitet habe, wusste ich, dass es noch andere Therapien gibt. Ich habe also angefangen zu recherchieren, im Internet, in Gesprächen mit anderen Frauen und befreundeten Ärzten. So habe ich von der Goldnetz-Methode gehört und mich weiter darüber informiert.

RdG: Wann haben Sie dann zum ersten Mal etwas über die Möglichkeit erfahren, den Eingriff unter Lokalanästhesie machen zu können?

H. Akrat: Dr. Böing hat Vorträge darüber gehalten, zu denen ich mich zweimal angemeldet habe, aber sie letztlich leider nicht wahrnehmen konnte. Deshalb habe ich mir schließlich einen Termin geben lassen. Ich war sofort begeistert. Er hat den gesamten Ablauf des Eingriffs inklusive der vorangehenden Untersuchungen und der Ausschabung perfekt erklärt. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben.

RdG: Warum haben Sie die von Dr. Böing angebotene Lokalanästhesie machen lassen?

H. Akrat: Sie ist mir entgegengekommen, weil man dadurch eine gewisse Kontrolle behalten kann. Ich fand das optimal.

RdG: Wie war der Eingriff selbst?

H. Akrat: Er war nicht besonders schmerzhaft und dauerte ja auch nur anderthalb Minuten. Das kann man in jedem Fall aushalten. Abgesehen davon: Selbst wenn er schmerzhafter gewesen wäre, so wäre das nichts gewesen im Gegensatz zu den vielen Jahren Leid, die ich hinter mir hatte. Zudem ging es mir nach dem Eingriff sofort gut, ich hatte nur ein leichtes Ziehen. Am nächsten Tag hatte ich keinerlei Symptome mehr. Ich brauchte auch keine Medikamente. - Man ist sofort wieder fit.

RdG: Sie sind aber nach dem Eingriff zwei Tage in der Klinik geblieben?

H. Akrat: Nicht ganz. Der Eingriff war am Montagnachmittag, am Mittwochmorgen bin ich nach Hause gefahren.

RdG: Wie lange ist der Eingriff jetzt her?

H. Akrat: Er war am 1. September 2014 und seitdem geht es mir gut. Ich habe meine Lebensqualität wiedergewonnen.

RdG: Sie würden also anderen Frauen in einer ähnlichen Situation dazu raten?

H. Akrat: Auf jeden Fall. Ich habe ihn auch schon vier Bekannten empfohlen. Und nicht nur den Eingriff- ob nun unter Vollnarkose oder lokaler Betäubung- sondern vor allem auch den Arzt. Ich habe mich nach den Erfahrungen, die ich vorher gemacht hatte, sehr gut aufgehoben gefühlt.

RdG: Vielen Dank für das Interview und Ihre Offenheit.